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Welche Belege müssen in die Steuererklärung?

Bestimmte Kosten müssen Sie dem Finanzamt belegen, sonst bekommen Sie keine Steuern zurück. Welche Belege unbedingt in die Steuererklärung müssen, erfahren Sie hier.

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Welche Belege müssen in die Steuererklärung?

Folgende Nachweise sollten Sie im Original Ihrer Steuererklärung beilegen und die Kopien bei sich zu Hause aufbewahren:

  1. Bescheinigungen über Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld oder Elterngeld
    Die Bescheinigungen erhalten Sie von der Behörde, die Ihnen das Geld gezahlt hat: das Arbeitslosengeld vom Arbeitsamt, das Elterngeld zum Beispiel vom Bezirksamt, das Krankengeld von Ihrer Krankenkasse usw. Alle Lohnersatzleistungen tragen Sie in die Anlage N auf Seite 1 ab Zeile 27 ein.

  2. Steuerbescheinigungen über Kapitalertragsteuer oder Zinsabschläge zum Beispiel aus Aktienfonds
    Ihre Bank schickt Ihnen diese Bescheinigung in der Regel automatisch zu. Alle Einkünfte aus Kapitalvermögen tragen Sie in der Anlage KAP ein.

  3. Spendenbescheinigungen bzw. Zuwendungsbestätigungen
    Achten Sie darauf, dass Ihnen die Organisation oder der Verein für den Sie spenden, eine Quittung ausstellt. Übrigens steht Ihnen nicht nur für eine Geldspende eine Quittung zu, sondern auch für Ihre gespendete Zeit! Spenden und Mitgliedsbeiträge gehören in den Mantelbogen auf Seite 2. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Steuer ABC Was sind Spenden und wie setzt man Sie ab?.

  4. Nachweis von außergewöhnlichen Belastungen
    Dazu zählen zum Beispiel Krankheitskosten, Pflege- und Pflegeheimkosten, Unterhaltskosten, Beerdigungskosten und vieles mehr. Außergewöhnliche Belastungen müssen Sie im Mantelbogen auf Seite 3 eintragen. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Steuer ABC Was sind außergewöhnliche Belastungen?.

  5. Nachweise der Behinderung
    Das sind in der Regel entweder ein Schwerbehindertenausweis oder ein Feststellungsbescheid. Beides stellt Ihnen Ihr zuständiges Versorgungsamt aus. Ausgaben, die Sie aufgrund Ihrer Behinderung hatten, gehören in den Mantelbogen auf Seite 3. Oder Sie nehmen den sogenannten Behinderten-Pauschbetrag in Anspruch. In welcher Höhe Ihnen dieser Pauschbetrag zusteht - entscheidend ist der Grad Ihrer Behinderung - und alle weiteren Details dazu lesen Sie in unserem Steuer ABC Was ist der Behinderten-Pauschbetrag?.

  6. Nachweis der Unterhaltsbedürftigkeit
    Eltern für ihre Kinder, Kinder für ihre Eltern oder Enkel für ihre Großeltern, kurz: Verwandte in gerader Linie müssen füreinander Unterhalt zahlen, wenn nötig.
    Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der eigene Vater im Pflegeheim ist und sein Einkommen bzw. Vermögen aufgebraucht ist. Dann müssten Sie als Kind die Kosten für das Pflegeheim bezahlen. Ist das der Fall, dann fügen Sie den Nachweis über diese Zahlungen Ihrer Steuererklärung bei und tragen Sie Ihre Ausgaben für Unterhaltszahlungen in die Anlage Unterhalt ein. Mehr dazu in unserem Artikel Heimunterbringung.

    Eine Kindergeldbescheinigung müssen Sie in der Regel nicht beilegen. Wenn Sie als Unterhaltszahler allerdings doch dazu aufgefordert werden, bekommen Sie diese bei der Familienkasse.

  7. Studienbescheinigung
    Studiert Ihr Kind, sollten Sie Ihrer Steuererklärung eine Immatrikulationsbescheinigung beilegen.

  8. Bescheinigung über geleistete Altersvorsorgebeiträge
    Dazu zählt in der Hauptsache die so genannte Riester-Rente. Ihre Bank oder Versicherung schickt Ihnen eine Bescheinigung darüber automatisch zu. Die Kosten für Altersvorsorgebeiträge gehören in die Anlage AV.

  9. Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen
    Wenn Sie die Arbeitnehmersparzulage beantragen, reichen Sie die Anlage VL mit Ihrer Steuererklärung ein. Sie ist eine Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen, die Sie von Ihrem Anlageinstitut, also von Ihrer Bank oder Ihrer Bausparkasse, jährlich zugeschickt bekommen. Mehr dazu in unserem Artikel zum Thema vermögenswirksame Leistungen.

Sie können noch viel mehr in Ihrer Steuererklärung eintragen, zum Beispiel Geld, das Sie für Kinderbetreuungskosten oder Werbungskosten ausgegeben haben. In der Regel müssen Sie die Nachweise und Quittungen, Rechnungen und Belege dafür nicht an Ihr Finanzamt schicken. Heben Sie die Belege darüber zu Hause auf, falls ein Finanzbeamter Ihre Angaben überprüfen will.

Anders  bei haushaltsnahen Dienstleistungen: Hier sollten Sie die Originalrechnungen samt Überweisungsträger Ihrer Steuererklärung beifügen.

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