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ELStAM – die 4 wichtigsten Fakten

ELStAM steht für „Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale“. Die wichtigsten Fakten dazu gibt es bei uns.

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ELStAM – die 4 wichtigsten Fakten

Seit dem 1. Januar 2013 gibt es ELStAM, also die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale. Die Einführung bedeutete zugleich das Ende einer Ära, denn die ELStAM ersetzten die Lohnsteuerkarte aus Papier. Deshalb werden die ELStAM heute auch gerne als „elektronische Lohnsteuerkarte“ bezeichnet.

Fakt 1: Diese Daten sind gespeichert

Früher standen die Informationen auf der Vorderseite Ihrer Steuerkarte, heute sind sie elektronisch hinterlegt: Zum Beispiel Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, weitere Freibeträge, aber auch das Kirchensteuerabzugsmerkmal.

Übrigens:

Ihre Daten sind in einer Datenbank beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert.

Fakt 2: Daten bei ELSTER abrufen

Ihre aktuellen ELStAM können Sie in Ihrer monatlichen Lohnabrechnung oder Ihrer jährlichen elektronischen Lohnsteuerbescheinigung ablesen. Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, die von Ihnen hinterlegten Daten einzusehen: Im Online-Finanzamt ELSTER haben Sie im Bereich „Mein ELSTER“ jederzeit die Möglichkeit, Ihre ELStAM abzurufen. Ein Hinweis für Ehepaare beziehungsweise Lebenspartner: Um die Daten abrufen zu können, muss jeder Partner ein eigenes Zertifikat in „Mein ELSTER“ erzeugen.

Fakt 3: Die Daten sind geschützt

In der Regel ist nur Ihr aktueller Arbeitgeber dazu berechtigt, Ihre ELStAM abzufragen. Sobald Sie nicht mehr für Ihren Arbeitgeber arbeiten, erlischt die Berechtigung automatisch. Sie haben aber auch die Möglichkeit einen Antrag bei Ihrem Finanzamt zu stellen, um bestimmte Arbeitgeber für den Abruf Ihrer Lohnsteuerabzugsmerkmale zu benennen oder auszuschließen. Aber Achtung: Kann Ihr Arbeitgeber aufgrund einer von Ihnen veranlassten Sperrung nicht auf Ihre ELStAM zugreifen, ist er verpflichtet, Ihren Arbeitslohn nach der ungünstigen Steuerklasse VI (6) zu besteuern.

Fakt 4: Vereinfachung des Verfahrens

Die Umstellung auf ELStAM vereinfachte das Verfahren enorm. Seit 2013 kümmert sich das Finanzamt zentral um Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale. Das ist zum Beispiel bei einem Wechsel der Steuerklasse oder bei der Eintragung eines Kinderfreibetrags nötig. Wer beispielsweise heiratet oder aus der Kirche austritt, macht das zwar nach wie vor im Bürgerbüro der Stadt oder Gemeinde, die Stadt- oder Gemeindeverwaltung gibt nun aber die Daten direkt elektronisch an die Finanzverwaltung weiter. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Aufwand.

Und auch Arbeitnehmer profitieren, denn der jährliche Austausch der Lohnsteuerkarte aus Papier entfällt, der Arbeitgeber benötigt nur noch zu Beginn des Dienstverhältnisses Ihr Geburtsdatum, Ihre Steuer-ID sowie Infos zu Ihren Freibeträgen. Änderungen an Ihren Lohnsteuerabzugsmerkmalen werden Ihrem Arbeitgeber seit 2013 automatisch auf elektronischem Weg mitgeteilt.

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