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Auslandssemester – was du von der Steuer absetzen kannst

Ein Auslandsstudium kann deine beruflichen Chancen deutlich verbessern. Die Kosten dafür kannst du von der Steuer absetzen.

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Auslandssemester – was du von der Steuer absetzen kannst

Egal ob du für dein Skandinavistikstudium ein Auslandssemester in Norwegen verbringst oder für dein MBA-Studium ein Jahr in den USA studierst – werden die Prüfungen in Deutschland voll anerkannt, kannst du deine Studienkosten beim Finanzamt geltend machen. Auch die Kosten eines ausbildungsinternen Praktikums im Ausland kann man absetzen.

Folgende Kosten sind absetzbar:

  • Kosten für die Bewerbung
  • Kosten für Sprachtests z. B. TOEFL-Test
  • Studiengebühren / Semesterbeiträge
  • Fachliteratur und Schreibmittel
  • Reisekosten
  • Unterkunftskosten
  • Verpflegungsmehraufwand (Tabelle für Auslandspauschalen)
  • Zinsen für einen Studienkredit
  • Kosten der Auslandskrankenversicherung

Diese Kosten solltest du belegen können. Das Finanzamt benötigt zudem entsprechende Nachweise über erfolgreiche Abschlüsse oder Prüfungen im Ausland.

Übrigens:

Erhältst du für den Auslandsaufenthalt ein Stipendium für den normalen Lebensunterhalt muss das nicht mit den anfallenden Kosten verrechnen. Die Unterstützung durch BAföG hingegen muss verrechnet werden, wenn es beispielsweise speziell für die Unterkunft im Ausland gewährt wurde.

Ausbildung im Ausland: Erstes oder zweites Studium?

Doch genau wie bei den Ausbildungskosten im Inland unterscheidet das Finanzamt auch bei Kosten für ein Auslandsstudium, ob es sich um eine Erstausbildung oder um eine zweite Ausbildung handelt.

Kosten für eine Erstausbildung sind nur als Sonderausgaben bis 6.000 Euro im Jahr abzugsfähig. Das gilt für die meisten Bachelorstudierenden. Nur wenn du bereits vor deinem Studium eine Ausbildung absolviert hast oder dein Studium im Rahmen eines Ausbildungsdienstverhältnisses studierst, beispielsweise einen dualen Studiengang, kannst du die Kosten für dein Auslandstudium als Werbungskosten unbegrenzt von der Steuer absetzen. Auch ein Verlustvortrag ist möglich. Mehr dazu in unserem Artikel zum Thema Ausbildungskosten.

Das Gleiche gilt bei einem Zweitstudium wenn das Studium im Ausland nicht länger als ein Jahr dauert. Die Kosten für die zweite Ausbildung oder Fortbildung gelten immer als Werbungskosten. Dazu zählen ein Masterstudium ebenso wie der MBA (Master of Business Administration) oder der LL.M. (Master of Law), und natürlich eine Promotion.

Wichtig: Das Finanzamt prüft besonders genau, ob bei der Fortbildung im Ausland wirklich die beruflichen Chancen verbessert werden. Will man sich den Auslandsaufenthalt anrechnen lassen, sollte man daher als Vollzeitstudent eingeschrieben sein und einen regulären Semesterstundenplan vorweisen können.

Übrigens:

Unabhängig davon als was deine Studienkosten gelten, die Aufwendungen für ein ausbildungsinternes Praktikum im Ausland lassen sich immer als Werbungskosten absetzen.

Auslandspraktikum richtig versteuern

Wer mit seinem Auslandspraktikum Geld verdient, ist in der Regel im Gastland steuerpflichtig, also stets dort, wo die Tätigkeit ausgeübt wird. Um die gezahlte Steuer zurückzubekommen, kann man am Ende seines Auslandsaufenthalts eine Steuererklärung im Gastland abgeben - doch nur wenn man mindestens 183 Tage im Jahr dort wohnhaft gewesen ist.

Es gibt allerdings Ausnahmen von dieser Regel: Deutsche Studenten und Praktikanten, die für weniger als 183 Tage eines Kalenderjahres bei einem Unternehmen in Frankreich beschäftig sind und deren Tätigkeit dem Erhalt der „notwendigen praktischen Ausbildung“ dient, versteuern ihre Einkünfte ausschließlich in dem Staat, in dem sie ansässig sind, also in Deutschland. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem Auslandspraktikum immer informieren, wie die jeweiligen Abkommen zwischen dem Heimat- und dem Gastland sind und welche Steuern und Abgaben fällig werden.

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