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Steuerinfos für Soldaten

Ob Pflege der Uniform, Umzugskosten oder der Beitrag für den Berufsverband: Soldaten können einiges von der Steuer absetzen.

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Steuerinfos für Soldaten

Auch wenn sie keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen, um Lohnsteuerzahlungen kommen selbst Soldaten nicht drum herum. Und wer Lohnsteuer zahlt, kann - wie jeder andere Steuerzahler auch – seine Zahlungen reduzieren, indem er Kosten absetzt. Das geht allerdings nur, wenn man eine Steuererklärung macht und weiß, welche Kosten in die Steuererklärung eingetragen werden können.    

Eine Übersicht der wichtigsten Werbungskosten - speziell für Soldaten - haben wir deshalb hier für Sie zusammengestellt:

Uniform waschen und Steuern sparen

Soldaten tragen in der Regel Uniform, also Berufskleidung. Die Kosten für Anschaffung, Instanthaltung und Reinigung von Arbeitskleidung können Sie von der Steuer absetzen. Das gilt übrigens auch, wenn Sie Ihre Uniform zuhause waschen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Arbeitskleidung.

Wichtig: Erstattet Ihnen Ihr Dienstherr einen Teil der Kosten, dürfen Sie nur den Teil von der Steuer absetzen, den Sie selbst getragen haben.

Beim Umzug unterstützt Sie der Staat

Wenn Sie für die Grundausbildung in die Gemeinschaftsunterkunft ziehen, zur Unterkunft in der Kaserne verpflichtet sind oder die Wohnung wechseln, um näher am Dienstort zu sein, können Sie die Umzugskosten in die Steuererklärung eintragen. Zu diesen Kosten gehören beispielsweise der Transport der Kisten und der Möbel, aber auch die Anreise am Umzugstag, der Makler oder die Miete für die bisherige Wohnung, die Sie zusätzlich zur neuen Wohnung noch zahlen müssen. Mehr zum Thema Umzug aus beruflichen Gründen finden Sie in unserem gleichnamigen Artikel.

Wichtig: Wenn Sie von der Bundeswehr die Kosten erstattet bekommen, müssen Sie Ihre Umzugskosten um die Erstattung Ihres Dienstherrn vermindern. Den Restbetrag können Sie in Ihrer Steuererklärung angeben.

Beiträge für Berufsverbände geltend machen

Sie sind Mitglied im Deutschen BundeswehrVerband e. V. (DBwV)? Dann können Sie Ihren Mitgliedsbeitrag von der Steuer absetzen. Und auch die Beiträge zu Gewerkschaften wie ver.di können Sie natürlich geltend machen. Denn alle Beiträge zu Berufsverbänden gehören zu den Ausgaben rund um den Job und sind deshalb im Steuerrecht Werbungskosten.

Übrigens:

Wenn Sie unsicher sind, wo Sie die Kosten für den Berufsverband genau eintragen müssen oder wenn Sie weitere Fragen zur Steuererklärung haben, stehen Ihnen unsere kompetenten Beraterinnen und Berater zur Verfügung. Suchen Sie sich hier einen Berater ganz in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Alle Möglichkeiten auf einen Blick

Soldaten können noch weitere Kosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Unsere Infografik gibt einen schnellen Überblick:

Steuer-Regel beim Auslandseinsatz

Für die ersten drei Monate ihres Auslandseinsatzes können Soldaten Ihren Verpflegungsmehraufwand steuerlich geltend machen. Wieviel Geld sie pro Tag in die Steuererklärung eintragen dürfen, ist für die meisten Länder geregelt. Für jeden Tag, den Soldaten beispielsweise in Afghanistan stationiert sind, können sie 30 Euro ansetzen - für den An- und Abreisetag 20 Euro. Und sind sie mehr als acht Stunden im Auslandseinsatz, fliegen aber abends wieder nach Deutschland zurück, dann gilt ebenso eine Pauschale von 20 Euro für diesen Tag. Eine Tabelle mit allen Verpflegungspauschalen je Land, finden Sie beim Bundesfinanzministerium.

Übrigens:

Erhalten Sie für Ihren Mehraufwand eine dreimonatige steuerfreie Aufwandsvergütung, muss diese natürlich mit der Pauschale verrechnet werden, bevor die Summe in die Steuererklärung eingetragen wird.

Eine Besonderheit für Soldaten im Auslandseinsatz ist der Auslandsverwendungszuschlag. Dieser ist komplett steuerfrei und wird laut Bundesbesoldungsgesetz bei besonderen Auslandseinsätzen gezahlt – also beispielsweise immer dann, wenn es sich um einen Einsatz auf Beschluss der Bundesregierung handelt. Grundlage für die Höhe des Auslandsverwendungszuschlags sind die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort. Das heißt: Den höchsten Auslandsverwendungszuschlag erhalten Soldaten, die in Kriegsgebiete geschickt werden oder in Regionen, in denen eine konkrete Gesundheitsgefährdung besteht.

Auch Soldaten können "riestern"

Berufssoldaten bekommen einen Sold und zahlen keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Trotzdem haben auch sie Anspruch auf eine Riester-Rente und die dazugehörigen staatlichen Zuschüsse. Soldaten müssen dabei allerdings zwei Besonderheiten beachten:

  • Einverständniserklärung für Ihren Arbeitgeber
    Als Soldat sind alle Daten rund um Ihr Einkommen nicht bei einem Rentenversicherungsträger gespeichert. Das ist aber nötig, wenn Sie die staatlichen Zulagen der Riester-Rente bekommen möchten. Geben Sie deshalb Ihrer Besoldungsstelle eine Einverständniserklärung zur Weitergabe Ihrer erforderlichen Einkommensdaten an die zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) und willigen Sie schriftlich ein, dass die ZfA diese Daten auch verwenden darf.
  • Sozialversicherungsnummer
    Für die Riester-Rente brauchen Sie Ihre Sozialversicherungsnummer. Diese steht zum Beispiel auf der Meldebescheinigung zur Sozialversicherung, die Sie von Ihrem Arbeitgeber erhalten. Wenn Sie keine Sozialversicherungsnummer haben, brauchen Sie stattdessen eine Zulagennummer. Diese müssen Sie bei Ihrer Besoldungsstelle beantragen.

Übrigens:

Von der Deutschen Rentenversicherung wird für Beamte, die einen zulagegeförderten Altersvorsorgevertrag abgeschlossen haben, ein Leitfaden für Beamte zur Verfügung gestellt.

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