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Darum lohnt es sich, eine Steuererklärung zu machen!

Nicht jeder Arbeitnehmer ist dazu verpflichtet, seine Steuererklärung abzugeben. Aber wer hohe Kosten vor allem für den Beruf hat, für den kann sich die Mühe lohnen.

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Darum lohnt es sich, eine Steuererklärung zu machen

Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge: Jeden Monat wird Ihnen als Arbeitnehmer etliches vom Brutto-Lohn abgezogen. Diese Steuerabzüge sind allerdings nur eine Schätzung. In der Regel setzt der Staat dabei etwas höher an, als Sie tatsächlich an Steuern zahlen müssten.

Damit will die Bundesregierung sich einerseits kontinuierlichen Geldfluss in die Staatskasse sichern und andererseits Ihnen als Steuerzahler am Ende des Jahres keine allzu hohen Nachzahlungen aufbürden. Die meisten Steuerzahler bekommen am Ende des Jahres sogar Geld zurück, weil sie etliche Ausgaben von der Steuer absetzen können.

Diese Kosten können Sie von der Steuer absetzen

Die wichtigsten Ausgaben, die Sie von der Steuer absetzen können, lassen sich in vier große Gruppen einteilen:

  • Werbungskosten sind alle beruflich bedingten Ausgaben wie die Pendlerpauschale für den Weg zur Arbeit oder das Arbeitszimmer, Fachliteratur oder der beruflich genutzten Laptop. Wenn Sie mehr dazu erfahren wollen, lesen Sie unser Steuer ABC Was sind Werbungskosten?
  • Sonderausgaben umfassen vor allem Ihre Kosten für die Altersvorsorge, Spenden oder auch die Kirchensteuer. Detailliertere Informationen erhalten Sie in unserem Steuer ABC Was sind Sonderausgaben?
  • Außergewöhnliche Belastungen beinhalten Kosten für Krankheiten oder Unterhaltszahlungen, ein Pflegeheim oder für eine Beerdigung. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Steuer ABC Was sind außergewöhnliche Belastungen?
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen sind Kosten für Handwerker oder Haushaltshilfen. Auch hierfür halten wir detaillierte Informationen für Sie bereit in unserem Artikel Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen?

So wird Ihre Steuer(ersparnis) berechnet

Die Finanzverwaltung rechnet immer für ein ganzes Kalenderjahr, also vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Wie hoch Ihre Steuerschuld oder Ihre Steuerersparnis nach Ablauf des Jahres ausfällt, ermitteln die Beamten zunächst anhand Ihrer Gesamteinnahmen: Ihr Gehalt plus die sogenannten Nebeneinkünfte wie Mieteinnahmen und Einnahmen aus Geldanlagen. Von diesem Gesamtbetrag zieht das Finanzamt Ihre Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen ab. Nur für den Betrag, der übrig bleibt, müssen Sie Steuern zahlen.

Anders bei den haushaltsnahen Dienstleistungen: Sie werden direkt von der berechneten Steuerschuld abgezogen. Konkret bedeutet das, dass Ihre vom Finanzamt errechnete Steuerschuld sofort um die haushaltsnahen Dienstleistungen – also 20 Prozent der Arbeitskosten – verringert wird. Die Ausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen wirken sich also direkt auf Ihre Steuerschuld aus, während alle anderen Ausgaben die Rechengröße für Ihre Steuer reduzieren.

Übrigens:

Nur wer seine Steuererklärung abgibt, kann eine Steuerrückerstattung erhalten. Manchen Schätzungen zufolge bekommen neun von zehn Steuerbürgern Geld vom Staat zurück. Sie können Ihre Steuerklärung sogar bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben.

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